Risse und Spalten

Im September 2009 kontaktierten mich die verzweifelten Besitzer des Pferdes. Seit zwei Jahren (2007) wird versucht, die Risse an allen Hufen in den Griff zu bekommen. Die Risse gehen schließlich bis in den Kronsaum hoch und werden nach unten hin immer breiter. In dieser Zeit wurden die Stellen großzügig ausgefräst und eine Behandlung mit Jodoformäther empfohlen. Dies wurde bis zu meinem Besuch vom damaligen Hufbearbeiter weiterhin praktiziert, ohne jeden Erfolg.

In diesem Zustand, wie auf den Fotos unten, befanden sich die Hufe beim ersten Besuch:

Gefelitto Sept. 2009

Gefelitto Sept. 2009

Im September 2010, also 1 Jahr später, hatten die Hufe bereits die nachfolgende Entwicklung erreicht.

Trotz der sehr großflächigen und kontraproduktiven Ausfräsung ist es gelungen, das Wandhorn geschlossen nach unten wachsen zu lassen. Die Ursache waren hebelnde Wände, die zunächst zu Spannungsrissen führten. Wird hier die Ursache beseitigt, bekommt man die Situation, wie hier deutlich sichtbar, in den Griff.

Vergleich Risse

Die nachfolgenden Fotos sind von Mai 2011.

Die Hufe weisen keinerlei Risse auf, die gesamte Hufsituation hat sich im Vergleich zu September 2010 noch einmal sehr zum Positiven verändert. Hier sieht man die Hufe, bevor die nächste Bearbeitung durchgeführt wurde. In den vier Wochen vor Aufnahme der Fotos wurde das Pferd täglich im Gelände geritten (ohne jeden Hufschutz), aufgrund des Wetters auf harten, trockenen Böden. Man sieht den starken Tragrandüberstand, der trotz der Nutzung bei jeder Hufbearbeitung auf Abrieb gesetzt werden muss.

Verbesserung Risse

Verbesserung Risse 2

Verbesserung Risse 3

In nur 18 Monaten sind alle Hufe wieder gesundet. Die Ursache wurde konsequent bearbeitet, so dass die Hufe wieder eine natürliche und für das Pferd wichtige Form erreichten.

anerkannte Huforthopädin in der DHG e.V.